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THOMAS RIESS – FLOW

THOMAS RIESS – FLOW

Den Text von mir über die Ausstellung „Flow“ des österreichischen Künstlers Thomas Riess, die noch bis zum 5.11.2017 in der Galerie Kristine Hamann in Wismar zu sehen ist, gibt jetzt auf der Homepage des Künstlers zum Nachlesen.

Zum Text geht es hier.

ART AFFAIRS

ART AFFAIRS

Wieso Missverständnisse Inspirationsquelle sein können und warum eine Geste manchmal mehr als tausend Worte sagt… Für tendaysaweek habe ich Isabell Kamp in ihrem Hamburger Atelier besucht.

Zum Interview geht es hier.

4 IN 1. ODER: DIE ABSURDITÄTEN DES LEBENS.

4 IN 1. ODER: DIE ABSURDITÄTEN DES LEBENS.

Ausstellungseröffnung Karin Brosa – Axel Dürr – Florian Hagen – Barbara Kirsch

Eröffnungsrede in der greskewitz kleinitz galerie, Erdmannstraße 14 in Hamburg am Freitag, den 29. September 2017 um 18.30 Uhr.

Schemenhafte Figuren in Grautönen, die kritisch die Welt beäugen, Männer die in Löcher starren, Personen in seltsam irrealen, fast beklemmenden Raumszenarien und surreale Szenarien, die die kausalen Zusammenhänge der Welt in Frage stellen – Die Bilder der Ausstellung „4 in 1“, die ab dem 29.9.2017 in der Greskewitz Kleinitz Galerie zu sehen sind zeigen in verschiedensten Facetten die Absurditäten des Lebens und tun dabei vor allem eines: sie stellen Fragen.

Wo steht der Mensch in der Welt? Und wie? Die Fragen um unsere Verortung im Leben und unseren Umgang mit dem Leben beschäftigen die Menschheit seit Jahrhunderten. Von Platon über Aristoteles, von Kant über Kierkegaard haben sich viele große Denker die Köpfe darüber zerbrochen, warum wir uns manchmal seltsam fremd in der Welt fühlen, warum uns Dinge absurd vorkommen und wie wir damit umgehen könnten. Diese Fragen, die in der Philosophie oft recht abstrakt formulierte Antworten finden, gelangen in den Bildern der Ausstellung zu sinnlich erfahrbaren Visualisierungen.

Weitere Informationen gibt es hier.

MOVEMENTS

MOVEMENTS

Ausstellungseröffnung: Movements. Adgang Forboud – Eberhard Bitter – Nicolai Huch

Eröffnungsrede in der greskewitz kleinitz galerie, Erdmannstraße 14 in Hamburg am Freitag, den 11. August 2017 um 18 Uhr.

Bewegung kann in Bildern sowohl inhaltlich, als auch formal stattfinden. Die drei künstlerischen Positionen, die in der Ausstellung „Movements“ vereint sind, zeigen verschiedene Facetten dieser Möglichkeiten. Gleichzeitig wohnt den Bildern, bei aller ästhetischen Schönheit, eine äußerst kritische Aussage inne. Denn Bewegung äußert sich aktuell vielfach in gesellschaftlichen Prozessen der Migration, des sozialen Elends oder in der Suche nach dem Selbst in Zeiten rasanter globaler Vernetzungsprozesse. So liefern die Arbeiten des dänischen Künstlerkollektivs Adgang Forbudt, des in Berlin lebenden Nicolai Huch und des in Wuppertal ansässigen Eberhard Bitter einen Querschnitt durch die modernen existentiellen Dynamiken.

Weitere Informationen gibt es hier.

JÖRG IMMENDORFF „ELBQUELLE“ – DAS GRAFISCHE WERK

JÖRG IMMENDORFF „ELBQUELLE“ – DAS GRAFISCHE WERK

Eröffnungsrede am Sonntag den 11.6.2017 im Rahmen der Ausstellung „Elbquelle“

Die Eröffnung ist am Sonntag den 11.6.2017 in der Kunsthalle der Sparkassenstiftung Lüneburg, Dorette-von-Stern-Straße 2, 21337 Lüneburg.

Das Wichtigste ist, den Kopf rauszuhalten aus dem fahrenden Zug, sich nicht zu verstecken. Das finde ich absolut ekelhaft, … das hasse ich wie die Pest, das ist auch die Pest und das kann man ja wohl von einem Jörg Immendorff nicht behaupten, dass der sich jemals versteckt hätte.“   Jonathan Meese[1]

Jörg Immendorff, geboren 1954 in Bleckede, hat sich, da muss man Meese recht geben, nie versteckt, sondern, ganz im Gegenteil mit Kunstaktionen, seiner politischen Überzeugung und seiner Karriere von sich reden gemacht. Die Ausstellung beleuchtet sein thematisch breit gefächertes grafisches Werk, welches Immendorff die Möglichkeit bot, seine politischen Ideen wie auch seine Formfindungen vielfach zu variieren und zu verbreiten.

 

[1] Ausst.-Kat. Jörg Immendorff/Ein Künstler aus Deutschland/Aus dem druckgrafischen Werk. Katalog anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Kunsthaus Stade vom 18. Januar bis 10. Mai 2009, hrsg. vom Museumsverein Stade e.V., Stade 2009.

Abb.: Jörg Immnedorff, Elbquelle, 1999, Lithografie, 65,5 x 50,5 cm © Jörg Immendorff Nachlass, Foto von Norbert Faehling

INTUITION. BEUYS-INSPIRIERTES TRESENGESPRÄCH.

INTUITION. BEUYS-INSPIRIERTES TRESENGESPRÄCH.

Beuys-inspiriertes Tresengespräch im Rahmen der Ausstellung „Intuition – im Dialog mit Joseph Beuys“ „Kunst ist Leben, Leben ist Kunst.”

„Kunst ist Leben, Leben ist Kunst.” Joseph Beuys

Kaum ein anderer Künstler hat in der breiten Öffentlichkeit einen dermaßen bleibenden Eindruck hinterlassen wie Joseph Beuys. Mit seinem erweiterten Kunstbegriff und der Idee der Sozialen Plastik predigte er ein gänzlich neues Kunstverständnis, ein „Kunstverständnis, das auf die radikale Freilegung menschlicher Kreativität in allen Lebensbereichen gerichtet ist“ und mit welchem er in die Gesellschaft hineinwirken wollte. Kaum ein anderer Künstler hat jedoch, trotz der gewollten Nähe zu seinen Betrachtern, gleichzeitig derartig polarisiert und mit seinen oft rätselhaften Werken ein solch großes Fragezeichen bei vielen Kunstinteressierten hinterlassen.

In der aktuellen Ausstellung „Intuition“ präsentieren im Dialog mit Originalen von Beuys 6 zeitgenössische Künstler (Peter Nikolaus Heikenwälder, Boje Arndt Kiesiel, Ralf-Rainer Odenwald, Benjamin Wiemann, Niko Wolf, Miriam Wuttke) ihre persönliche Sicht auf das Thema. Das Tresengespräch beleuchtet nun weitere Facetten des „Kosmos Joseph Beuys“.

Im Gespräch mit Siegfried Sander, Galerist und zeitweise im direkten Umfeld von Beuys tätig und Rene Spiegelberger, Sammler, soll das Phänomen Joseph Beuys ergründet und fassbar gemacht werden. Die Moderation übernehmen die ehemaligen xpon-art Teammitglieder Anne Simone Krüger, Kunsthistorikerin und Stefan Dupke, Kurator und Kulturmanager.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 14. Mai in der xpon-art gallery

MAN AND THE CITY. AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG.

MAN AND THE CITY. AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG.

Ausstellungseröffnung in der Greskewitz Kleinitz Galerie
Hamburg am 12.05.17

Im Jahr 2008 lebten erstmals mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten, Tendenz steigend. Das Jahrtausend der Städte ist angebrochen, eine Zeit, die zunehmend von einem neuen Raumdenken geprägt ist. Unsere Umgebung hat sich im Zuge von Industrialisierung und postmoderner Architektur maßgeblich gewandelt. Dies spiegelt sich auch in der Kunst wieder. Statt verträumter Landschaftsmalerei, die den Blick in die Ferne schweifen lässt, widmen sich die Künstler diesem neuen, eigenwilligen Lebensraum, der sich durch das vertikale Streben immer höher werdender Gebäude und eine reduzierte Ästhetik in Glas, Stahl und Beton auszeichnet. In Entsprechung dazu haben sie in notwendiger Konsequenz die klassische Gattung der ‚Stadtansicht’ aktualisiert.

Fern von der Vedutemalerei, die seit dem 17. Jahrhundert besonders in Italien verbreitet war und uns historische Stadtansichten überliefert hat oder den impressionistischen Ansichten der Pariser Boulevards haben sie neue, angemessene Formen der Darstellung gesucht und gefunden. Bezeichnend ist dabei, dass es in erster Linie äußerst subjektive Perspektiven sind. So zeigen die vier künstlerischen Positionen der Ausstellung „Man and the City“ in bester postmoderner Manier, dass sich die Stadtansichten im 21. Jahrhundert gerade durch die individuelle Herangehensweise an das Sujet auszeichnen. Es wird ein Pluralismus gepflegt, der angesichts des scheinbar banalen Themas erstaunlich ist.

Carsten Kaufhold, der an der Universität der Künste in Berlin studierte, präsentiert in seiner Malerei ein utopisches Berlin. In menschenleeren Bildern fängt er leise Momente einer Stadt ein, die üblicherweise durch Chaos und Dreck von sich reden macht. Die Zeit steht seltsam still in diesen Arbeiten, die sich durch ihr warmes Licht und ihre technische Perfektion auszeichnen.

Ganz anders nimmt Alexander Rosol den urbanen Raum war. Der in Regensburg ansässige Künstler zeigt den Prototyp der Megacity aus überraschenden Blickwinkeln, die den Fokus auf die Wirkung der Strukturen der Architektur setzen und Mithilfe von Unschärfe eine faszinierende Räumlichkeit generieren.

Charakteristisch für Georg Dienz Werke dagegen ist die Konzentration auf momenthafte Szenen, die auch den Menschen miteinbeziehen und die Frage stellen, wie er sich die Stadt zu eigen macht. Der Mensch steht auch im Mittelpunkt von Hinrich Van Hülsens künstlerischem Schaffen. In surrealistisch anmutenden Szenarien bildet er unser Verhältnis zur Landschaft als Gegenpol der Stadt ab und lässt die Frage offen, wie weit wir uns von unserem ursprünglichen Lebensraum – der Natur – entfernt haben.